
Während einer Strahlentherapie sollten einige Regeln von den Patienten eingehalten werden. Diese sind allerdings - je nach bestrahlter Körperregion oft unterschiedlich. In unserem Zentrum für Strahlentherapie und Radioonkologie erhalten Sie Merkblätter mit Hinweisen und Tipps, die genau auf Sie zugeschnitten sind. Weiterhin wird das Verhalten vor den Bestrahlungen auch genau mit Ihnen besprochen. In vielen Fällen wird der Patient während der gesamten Bestrahlungsserie gar nicht merken, dass er bestrahlt wird. In einigen Fällen sind geringe Nebenwirkungen zu erwarten und diese werden im Vorfeld mit dem Patienten besprochen.
Allgemeine Nebenwirkungen
Ein bis drei Stunden nach der Bestrahlung können Müdigkeit,
sowie - bei wenigen Bestrahlungsbereichen - Übelkeit oder Durchfälle auftreten, die durch Medikamente aber gut zu beeinflussen sind. Vielleicht werden Sie bemerken, dass Sie während der gesamten Zeit der Therapie weniger leistungsfähig und leichter ermüdbar sind. Hören Sie auf Ihren Körper: Nehmen Sie sich Zeit für sich und vermeiden Sie größere körperliche Anstrengungen. Ein Mindestmaß an körperlicher Bewegung (z. B. kleine Spaziergänge oder Radtouren) sollten Sie aber beibehalten, um der Fatigue (Erschöpfungssyndrom während einer Krebserkrankung) entgegenzuwirken.
Hautreaktionen
Die Haut im Bereich der Bestrahlungsfelder wird mehr oder weniger stark durch die Bestrahlung beansprucht. Rötungen und eine über längere Zeit anhaltende Bräunung der Haut nach Therapieende sind normale Begleiterscheinungen. Um die größtmögliche Verträglichkeit für die Haut unter der Behandlung zu erreichen, ist es wichtig, folgende Empfehlungen einzuhalten:
Bitte benutzen Sie keine Cremes, Deodorants, Parfums, Seifen oder andere Mittel im Bestrahlungsbereich. Vermeiden Sie bitte zusätzliche Bestrahlungen, wie z.B. Höhensonne, Sonnenbäder, Rotlicht, Kurzwelle, Hyperthermie (Überwärmung) auf den betreffenden Hautpartien, den all dies könnte die Hautreaktionen massiv verstärken und schlimmstenfalls zu Verbrennungen führen.
Auf den Besuch von Sauna, Schwimmbad oder ähnlichem müssen Sie ebenfalls für den Zeitraum der Strahlentherapie und einige Wochen darüber hinaus leider verzichten.
Die Haut im Bestrahlungsbereich sollte so wenig wie möglich beansprucht werden. Reiben, Kratzen, Bürsten, Massieren, usw. sollen vermieden werden. Tragen Sie bitte Kleidung, möglichst aus Naturfaser, die nicht scheuert oder drückt.
Meiden Sie Hitze und Kälte (z.B. Eisbeutel) in den genannten Bereichen.
Bei Bestrahlungen im Kopf-, Halsbereich nehmen Sie möglichst keine sehr heißen oder stark gewürzten Speisen zu sich. Rauchen Sie nicht und trinken Sie keine Spirituosen. Unser Arzt wird mit Ihnen Möglichkeiten zur Mund- und Zahnpflege erörtern.
Die Hautmarkierungen sind sehr wichtig für die exakte Bestrahlung und dürfen daher nicht entfernt werden.
In einigen Fällen sollten bestimmte Zeiten für das Duschen eingehalten werden, um die Hautmarkierungen gut erhalten zu können. Dieses wird von unseren MTRA mit Ihnen besprochen werden. Sie können aber ganz beruhigt sein: Duschen während der Bestrahlung ist grundsätzlich erlaubt - wenn bestimmte Regeln eingehalten werden.
Ein Bestrahlungsfeld am Hals reagiert anders als eines am Knie. Auch hat jeder Patient eine unterschiedlich empfindliche Haut. Unser Personal vor Ort wird Ihnen daher die für Sie besten Pflegemöglichkeiten erläutern. Es wird großen Wert darauf gelegt, Ihnen nach Beendigung der Strahlenbehandlung wieder Schritt für Schritt zu den Aktivitäten zu helfen, die auch vor der Therapie Ihr Leben bereichert haben. Einige Wochen später können Sie z.B. bereits wieder in die Sauna oder zum Schwimmen gehen. Sprechen Sie unsere Ärzte an.
Ernährung
Bitte lesen Sie hierzu das entsprechende Kapitel "Ernährung".
Sport
Bitte lesen Sie hierzu das entsprechende Kapitel "Sport".
Weitere Hinweise erhalten Sie im Kapitel "Checkliste für Patienten".
